Prüfung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Häufiger Durchfall, Blähungen oder Bauchschmerzen entstehen nicht immer durch Erkrankungen des Magen- Darmtraktes. Oft reagiert unser Körper auch nur auf bestimmte Lebensmittel, die wir nicht vertragen. Die wohl bekannteste Form einer solchen Nahrungsmittelunverträglichkeit ist die Laktose-Intoleranz, also die Nicht-Bekömmlichkeit von Milchprodukten. Übrigens: Der Großteil der Weltbevölkerung kann das Milchzucker spaltende Enzym Laktase nicht verarbeiten.  

Atemtest:

Mithilfe eines Atemtests können wir feststellen, ob Sie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit haben. Zunächst pusten Sie nüchtern in ein kleines Gerät, das den Wasserstoffgehalt in Ihrer Atemluft misst. Danach bekommen Sie von uns einen Tee verabreicht, der Milchzucker enthält. Nachdem Sie den Tee ausgetrunken haben, pusten Sie erneut. Diese Prozedur wird über einen Zeitraum von zwei Stunden wiederholt. Kann der Milchzucker im Dünndarm nicht gespalten werden (wie es bei einer Laktose-Intoleranz üblich ist), so gelangt er in den Dickdarm. Dabei entsteht Wasserstoff, der über die Lunge ausgeatmet wird. Übersteigt die Wasserstoffkonzentration in der Atemluft einen bestimmten Wert, spricht man von einer Laktose-Intoleranz. Auch die Unverträglichkeit von Fruchtzucker oder die bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms kann getestet werden.