Dickdarmspiegelung (Koloskopie u.a. zur Darmkrebsvorsorge)

Noch immer zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Und zu den besonders tückischen: Denn Tumore im Darm entstehen aus zunächst gutartigen Wucherungen (so genannten Darmpolypen), die im Laufe der Zeit entarten können. So wächst der Krebs oft über einen langen Zeitraum von vielen Jahren, ohne Beschwerden zu verursachen. Doch was die wenigsten wissen: Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten kann Darmkrebs bei früher Erkennung komplett geheilt werden. Denn bei einer Darmspiegelung werden Polypen entfernt, lange bevor sie gefährlich werden. Ab dem 55. Lebensjahr wird die Vorsorgeuntersuchung von den Krankenkassen übernommen. Im Falle einer familiären Vorbelastung sollten Sie sich jedoch schon früher untersuchen lassen. Mit einer Darmspiegelung lassen sich auch Stuhlveränderungen (Durchfall, Verstopfung, Blutungen) oder unklare Unterbauchschmerzen abklären. Die Praxis ist assoziiertes Mitglied des Darmzentrums Elbe-Weser, in dem Tumorpatienten nach dem aktuellen Stand der Medizin fachübergreifend informiert, betreut und therapiert werden.

Untersuchungsablauf:

Eine Darmspiegelung dauert etwa 15 bis 20 Minuten und ist schmerzfrei. Dabei wird durch den After bis zum Übergang des Dickdarms in den Dünndarm ein biegsamer Schlauch (Koloskop) eingeführt, der die Schleimhäute nach Veränderungen und Auffälligkeiten untersucht. So lassen sich selbst kleine Tumoren und Polypen finden und abtragen (auch ist eine Polypenentfernung mittels Schlinge möglich). Das Koloskop ist circa einen Zentimeter dünn und eineinhalb Meter lang. Mithilfe einer kleinen Kamera werden Videoaufnahmen aus dem Darminnern auf einen Monitor übertragen. Auf Wunsch verabreichen wir Ihnen während der Untersuchung eine Kurznarkose, so dass Sie von der Darmspiegelung nichts mitbekommen. In diesem Fall dürfen Sie 24 Stunden danach nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und müssen von einer Begleitperson abgeholt werden.

Vorbereitung:

Damit der Darm vollständig untersucht werden kann, muss er frei von Speiseresten sein. Sie bekommen von uns ein Abführmittel, das Sie ab dem Vortag einnehmen müssen. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Die genauen Details erklären wir Ihnen gern im Vorgespräch.